50 Jahre Leidenschaft: Die Geschichte hinter der Artland-Kollektion

Die Buchreihe „Quellen zur Frühen Geschichte des Artlandes“ ist nicht einfach ein neues Projekt – sie ist die Krönung einer über 50-jährigen Forschungsreise. Was in den 1970er Jahren als Suche nach den eigenen Wurzeln der Familie Voortman begann, entwickelte sich zu einer der umfassendsten privaten Quellensammlungen über das Artland.

Von den Niederlanden zurück zu den Wurzeln Die Reise begann in der Region Waterland (Noord-Holland). Der älteste bekannte Vorfahre, Jürgen Voortman (1743–1812), lebte seit 1774 in Monnickendam. Doch schon bald wurde klar: Die Spuren führen zurück nach Deutschland, in das Kirchspiel Badbergen im Osnabrücker Nordland. In einer Zeit vor der Digitalisierung bedeutete dies Pionierarbeit in den Archiven vor Ort.

Hürden und neue Wege Ein erster Besuch beim örtlichen Pastor in Badbergen war ernüchternd. Die Schwierigkeiten beim Entziffern der alten Handschriften machten die Forschung mühsam. Doch Aufgeben war keine Option. Mit Kamera und Stativ wurde eine neue Taktik entwickelt: Die Kirchenbücher wurden Seite für Seite fotografiert. Zu Hause wurden die Schwarz-Weiß-Negative mittels Diarahmen auf eine Leinwand projiziert, um sie in mühsamer Kleinarbeit Wort für Wort zu transkribieren.

Diese Akribie zahlte sich aus: Was mit Badbergen begann, weitete sich bald auf die angrenzenden lutherischen Kirchspiele Menslage, Gehrde und die Stadt Quakenbrück aus. So entstand die heute renommierte „Artland-Kollektion“.

Vom Familienschatz zum Expertenarchiv Jan Gerrit Voortman entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem Experten für das Lesen und Transkribieren alter deutscher Kurrentschriften. Seine Expertise sprach sich herum, und die Sammlung wuchs stetig – nicht nur durch Kirchenbücher, sondern auch durch Steuerregister, Volkszählungen und vollständige Privatarchive wie die der Familien Wangerpohl, von Dincklage zur Schulenburg und Pohlsander.

Für dieses monumentale Werk wurde Jan Gerrit Voortman unter anderem mit der Ehrenmitgliedschaft des Heimatvereins Menslage (2008) und der Osnabrücker Familienforschung (2009) ausgezeichnet.

Die Vertiefung der Forschung (2010 bis heute) Seit 2010 wurde die Forschung unter Nutzung moderner digitaler Möglichkeiten nochmals intensiviert:

  • 2010–2020: Fokus auf die Zeit der Früh- und Vorgeschichte (700–1500).

  • 2020–2023: Rekonstruktion aller Familiennamenreihen in Mimmelage (1500–1700), was völlig neue Einblicke in die Entstehung der Markkotten lieferte.

  • Ab 2023: Untersuchung der Migration nach Holland im 18. Jahrhundert. Hierbei wurden unzählige Namensvarianten in niederländischen Quellen (wie Kwakenbrugge für Quakenbrück) identifiziert und zugeordnet.

Heute bilden diese zehntausenden Stunden Forschung das solide Fundament unserer neuen Buchreihe. Wir öffnen dieses Archiv nun für Sie, um die Geschichte des Artlandes und seiner Bewohner in bisher unbekannter Tiefe erlebbar zu machen.

Besuchen Sie das Familienarchiv

Möchten Sie mehr über die Ursprünge der Familie Voortman erfahren oder einen tieferen Einblick in die umfangreiche Sammlung erhalten, die die Basis für dieses Projekt bildet? Auf der offiziellen Website des Familienarchivs finden Sie detaillierte Hintergrundinformationen, genealogische Daten und weitere Einblicke in unsere langjährige Forschungsarbeit.

Besuchen Sie uns unter: www.vortmes.nl

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